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Die Gärten sind für Besucher von morgens bis 19:00 geöffnet.

Zu denselben Zeiten sind auch Amphitheater, Sybille-Tempel, Ägyptischer Tempel, Gewässer und sonstige Pavillons sowie die in den Gärten stehenden Skulpturen zu sehen.

 

Königlicher Garten

Der älteste Gartenteil mit den Resten vom 17. und 18. Jh. wurde an der Stelle des damaligen, sumpfigen Tiergartens (Jagdgebiet) von Stanisław Lubomirski erschaffen. Durch diese Moorlandschaft schlängelten sich Kanäle. In der Nähe des im Auftrag vom Kronenmarschall erbauten Pavillons auf der Insel legte man den ersten, noch relativ kleinen regulären Garten im italienischen Stil mit sternförmigen Alleen an.

Tankred i KloryndaUnter König Stanislaus August nahm er die Gestalt regelmäßiger Boskette, ist aber leider nicht erhalten. Eine Vorstellung seiner einstigen Pracht geben lediglich die strahlenförmig geschnittenen Zeilen von Hainbuchen. An der Schnittstelle von Alleen wurde die vom König gekaufte Skulptur Tankred und Clorinda gestellt. Gegenwärtig ist es nur eine Kopie, da das Original in der ehemaligen Residenz von Czartoryscy in Puławy steht.

Der Königliche Garten kam zum Aufschwung unter der Herrschaft von Stanislaus August. Mit dem westlich anliegenden regelmäßigen Garten ganz am Belvedere (einstiger Pac-Garten), den südlichen und östlichen Grundstücken dehnte er sich insgesamt auf rund 146 ha aus. 1765-1768 wurde bereits mit der Umgestaltung des Raumes um die neue Sommerresidenz angefangen. Im Jahr 1766 ließ man durch das ehemalige Jagdgebiet von Ujazdowski-Schloss Richtung Süden den sogenannten Wilanowska-Weg, im Nachhinein Chinesiche Allee genannt, verlaufen. Stark beeinflusst hat den Garten königlicher Berater August Fryderyk Moszyński, Kenner der Künste und Befürworter des damals in Mode gekommenen englischen Gartenstils mit dem ungezwungenen Aufbau nach dem Vorbild natürlicher Landschaft.

Widok na Staw i Pałac na WyspieSo wurde zum Teil die frühere, regelmäßige Gestaltung des Gartens unverändert gelassen. Hinzu kamen jedoch die begehrten unregelmäßigen, weich angelegten Pfaden und Alleen. Vom Anfang an spielten die Gewässer eine erstklassige Rolle. Der nördlich vom Badehaus auf der Insel situierte kleine Weiher erweiterte man 1784 zu einem Teich, der sich bis Agrikola-Straße erstreckte. Dort ließ der König im Jahr 1788 das Denkmal von Johannes III. Sobieski erschaffen, so dass man von den Fenstern des Palais auf der Insel darauf blicken konnte. Der zweite südlich angelegte Teich mit weicher Uferlinie wurde mit einer künstlichen Insel und einem Amphitheater (um 1790) ausgestattet. Er war noch mit einem dritten unter den weitreichenden Wiesen pittoresk situierten Teich mit einsamer Insel verbunden. Auf der Verbindung der Teiche erbaute man eine Brücke und steinerne Kaskade, die noch heute aus dem Fenster im ersten Stock des Palais zu sehen ist. Weiche Uferlinien dieses Teichs waren mit den Überwasserpflanzen, Sträuchern und damals noch kleinen Bäumen bewachsen. Auf diese Weise entwickelte sich die Hauptachse der neuen königlichen Anlage, die einen herrlichen Blick auf die weit entfernten Häuser und Gärten vom Warschauer Stadtteil Mokotów bis hin auf Wilanów bot.

Wierzba nad Stawem PołudniowymIm Laufe des 18. Jh.s wurde der Garten immer wieder umgestaltet, geordnet und dekoriert. Man beseitigte die für das Sumpfgelände typischen Erlen, um sie mit den neuen Sträuchern und Bäumen zu ersetzen. Gepflanzt wurden Eichen, Eschen, Linden, Pappeln, Ahorne, Nussbäume und Weiden. Eigentlich hat sich die Gattungsstruktur erhalten, weiße Kastanien ausgenommen. Zudem legte man neue Wege an und errichtete Brücken über die Kanäle, die zur Entwässerung der sumpfigen Gegend dienten. Schließlich in den 70er Jahren des 18. Jh.s wurde eine Spazierroute – Königliche Promenade - etabliert. Sie verband das Palais auf der Insel mit dem Weißen Haus (1774). Auf ca. 420 m windete sie sich zwischen zwei mit Kletterpflanzen bewachsenen Kanälen und war mit den Orangenbäumen geschmückt. An der Schnittstelle der Promenade mit dem Wilanowska-Weg (1766-1767), der später wegen der damals verbreiteten chinoiserie den Namen Chinesischen Weg bekam, schuf man 1779-1780 das Chinesische Tor. Mitte des 19. Jh.s wurden jedoch sowohl die Brücken als auch das Tor abgebrochen. Es verschwanden auch die Kanäle. Erhalten blieb nur eine breite Allee mit dem Rasenstreifen in der Mitte.

Widok na Aleje KrólewskąFür eine zusätzliche Verschönerung des königlichen Gartens sorgten ebenfalls die von Stanislaus August gesammelten Plastiken. Sie bildeten eine Art modernes Museum im Freien. Es gab sie überall - in dem offenen Raum des Gartens, in der Nähe vom Palais auf der Insel, auf der Terrasse und in den benachbarten Alleen, neben dem Amphitheater, im Garten und neben der Alten Orangerie. Die zumeist erhalten gebliebenen Skulpturen zieren den Garten auch heute und stehen immer noch da, wo sie vor drei Jahrhunderten gehörten, so z. B. der Löwenkopf aus Stein – la fontaine d`Agricola – der 1784 unterhalb der Böschung neben der Alten Orangerie untergebracht wurde.

Im königlichen Garten herrschten zwei Stile vor. Es handelte sich dabei einerseits um den traditionellen französischen Landschaftsgarten und andererseits um den englischen Garten mit seinen breiten Rasenflächen und frei wachsenden Bäumen, sogenannte Singletons, wo einzigartige Form jeder Gattung zur Betonung kam. Entsprechend diesem Stil wanden sich die Wege durch die Landschaft, die mit malerischen Aussichten bestach. Der Landschaftsarchitekt versuchte, die Natur zu imitieren.

Im Jahr 1795, als Stanislaus August Polen für immer verließ, nahm die Umgestaltung des Gartens ihr Ende. Bis zum Tode des Königs 1798 wurde der ursprüngliche Aufbau von Łazienki zwar nicht moduliert, aber das gesamte Erscheinungsbild hat sich geändert. Verschwunden sind weite Sichtsachsen, weil die gepflanzten Bäume wuchsen und bei den im 19. Jh. vorgenommenen Umgestaltungen die exotischen Details entfielen. Ansonsten lässt sich die damalige Einrichtung noch heute verfolgen, so dass wir dieses einzigartige Beispiel der Sommerresidenz vom letzten polnischen König bewundern können.


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