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Die Gärten sind für Besucher von morgens bis 19:00 geöffnet.

Zu denselben Zeiten sind auch Amphitheater, Sybille-Tempel, Ägyptischer Tempel, Gewässer und sonstige Pavillons sowie die in den Gärten stehenden Skulpturen zu sehen.

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Das Stanislaus-Theater
 

Das Stanislaus-Theater

Baujahr: 1788
Architekt/Baumeister: Dominik Merlini

Das Theater wurde im östlichen Flügel der Großen Orangerie zwischen 1886 und 1888 nach einem Entwurf von Domenico Merlini erschaffen. Das relativ bescheidene und karge äußere Erscheinungsbild des Pavillons steht im Kontrast zur prachtvollen Innenausstattung eines wahren Theaters, das den raffinierten Geschmack von Stanislaus August bezeugt.

Dieses Meisterstück ist umso kostbarer, dass es von den Kriegszerstörungen verschont blieb und gegenwärtig zu den wenigen erhaltenen Beispielen eines authentischen Hoftheaters des 18. Jh. s zählt.

Der schlichte viereckige Zuschauerraum für knapp 200 Personen besteht aus dem Erdgeschoss, wo sich auf den ziemlich hohen Treppen einfache Bänke mit den Lehnen befinden und aus einer Etage mit neun das Erdgeschoss umgebenden Logen, je 3 auf jeder Seite. Zwischen den Logen werden die Wände durch Doppelpilaster in Form von weiblichen Stuckfiguren geteilt (jede Figur ist anders). Die dargestellten Weiber tragen leichte antike Kleider und halten in den Händen sechsarmige, hölzerne und vergoldete Kerzenträger. Diese Plastiken wurden nach einem Entwurf des „ersten königlichen Bildhauers” André le Brun durch Jakub Monaldi und Joachmi Staggi angefertigt.

Über den authentischen Logen befindet sich das illusionistisch gemalte zweite Geschoss mit Arkadenlogen voller Höflinge – Damen mit Federhütern und in Spitzenkleidern und die nach französischem Vorbild gekleideten Herren im Frack und mit Perücke. Damit kontrastiert die Silhouette eines polnischen Adligen in altpolnischer Herrentracht mit gestutztem Kopf. Alle Gestalten scheinen sich mehr für sich selbst und für Klatsch zu interessieren als dafür, was sich auf der Bühne alles abspielt. Einzig ein Priester verfolgt das Plot aufmerksam mit lorgnon (oder vielleicht beobachtet er nur die Schauspielerinnen?). Dies sind alles sehr gut erfasste Szenen und zutreffend dargestellte Frauen- und Männertypen. Dank dem ausgezeichneten Maler Jan Bogumił Plersch können wir, auch wenn nur in Bruchstücken, das wahre Lebens vor zweihundert Jahren erleben.

Vom denselben Maler stammt auch das Plafond-Gemälde – Apollon mit Quadriga. Im Hintergrund sehen wir den blauen Himmel mit Wolken. Das Ganze ist mit dem runden Rahmen versehen. Dahinter sind in den Quadratecken die Flachreliefs vortäuschenden Kartuschen mit den Bildern der Stanislaus August Lieblingsdramatiker untergebracht. Dort treffen wir auf Sophokles, Shakespeare, Molière und Racine. Plersch malte auch das über der Bühne situierte Gemälde vom Wappenschild der Rzeczpospolita mit dem Wappen der Poniatowski-Familie “Kalb” in der Mitte. Das Schild wird durch zwei in die Trompeten blasenden Famas gehalten. Dieses Kunstwerk ist so überzeugend, dass es von Besuchern öfters für ein gewölbtes Stuckrelief gehalten wird.

Das ganze Theater-Interieur wurde in Holz erbaut, was für ausgezeichnete Akustik sorgte. Die Bemalung von Wänden, Pilastern und Balken täuscht Marmor vor. Dabei dominieren im Theatersaal die Farben Ecru, Gold, Blau und Beige. Die tiefe Bühne verfügt über einen geneigten Boden und beherbergt Teile einstiger Ausstattung des Maschinenraums – erhalten blieb u.a. eine Holzrinne „für Donnereffekte”, in die man zum Erreichen des genannten Effekts von oben Steine warf. An beiden Seiten der Bühne sind in drei Etagen Garderoben für Schauspieler eingerichtet. Mit der Bühne werden sie durch Treppen und Galerien verbunden.

 
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