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Die Gärten sind für Besucher von morgens bis 19:00 geöffnet.

Zu denselben Zeiten sind auch Amphitheater, Sybille-Tempel, Ägyptischer Tempel, Gewässer und sonstige Pavillons sowie die in den Gärten stehenden Skulpturen zu sehen.

 

Belvedere-Garten

Dieser Gartenteil bildet ein Beispiel von Landschaftanlagen, die im 19. Jh. in beinahe ganz Europa weite Verbreitung fanden. Er war eine neue Anlage mit dem dominierenden Belvedere.

P1280331.jpg1817 wurde Łazienki-Park an den russischen Zaren Alexander I. veräußert und das Belvedere verwandelte sich in eine private Residenz des Großfürsten Konstantin - Bruder des Zaren. Generalintendant von den Gebäuden wurde damals Architekt Jakub Kubicki, der Umgestaltung von Belvedere und der Gartenpavillons sicherte. Unbekannt bleibt dagegen der Landschaftsarchitekt, der für die Gartenplanung zuständig war, wobei man weiß, dass zu jener Zeit J. Akerman dort als Gärtner arbeitete. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Belvedere-Palasts wurde der kleine Garten mit der Aussichtsterrasse erweitert , was der geordneten Anlage einen ungezwungenen Charakter gab. Darunter, unterhalb der Böschung wurde ein Garten mit dem Teich angelegt, dessen Uferlinie unregelmäßig und malerisch verlief. Der Teich zierte eine mit Bäumen bewachsene Insel, was seinerzeit sehr geläufig war. Im weiteren Teil der wichtigsten Sichtsachse hinter dem Teich ist noch heute den vom Süden fließende Kanal zu sehen, der dann in den südlichen Teich des Palais auf der Insel mündet. Der Kanal wird durch die Chinesische Allee mit der Brücke überschnitten. Von hier an genießt man einen herrlichen Blick auf Belvedere - das unbestreitbare Highlight der ganzen Anlage.

IMG8284.jpgVerbreitet waren damals pittoreske romantische Landschaftgarten, so wurden auf diesem Gebiet (ca. 13 ha) die bis heute erhalten gebliebenen Pavillons: Sybille-Tempel (nach dem Vorbild des Belvedere), ägyptischer Tempel (unterhalb der Böschung, am ehemaligen Damm von 1770) und eine neogotische Orangerie (von der sich nur ein Teil am Weg zum Palais auf der Insel, in der Nähe vom Weißen Haus erhalten hat) errichtet.

Der nach einem Entwurf von Jakub Kubicki 1822 errichtete hölzerne Sybille-Tempel nach dem Vorbild griechischer peripteros wurde weiß angestrichen. Am Eingang lagen zwei Löwen aus Gusseisen. Um den Bau herum wurden Bäume und Sträucher gepflanzt. Von dieser Stelle aus gingen die Sichtsachsen auf den pittoresken Teich, den Kanal mit Brücken und eine hinter dem Kanal situierte Blumenwiese.

Ägyptischer Tempel, der exotische Pavillon von 1822, war durch die altägyptische Architektur inspiriert. Davon zeugen die Lotossäulen und die dazwischen untergebrachten vier wasserspeiende Löwen sowie Räume zur Anbau von Feigen. Die Dachkonstruktion von diesem Tempel wird von einer Allee überquert, die weiter in den Park führt. Der Pavillon selbst ist mit einem hohen Obelisk bekrönt. P1280477.jpgVon ihm Richtung Belvedere-Teich schlängelt sich durch die Landschaft ein Kanal, auf deren Ufer zahlreiche Überwasserpflanzen gedeihen: Catawba-Rhododendren, pontische Azaleen, Weiden, schwarze Erlen und Farne, die diesem Ort eine besondere Stimmung verleihen. Durch das mit den im 19. Jh. verbreiteten italienischen Pappeln und Eichen bewachsene Gelände verlaufen unregelmäßige Pfaden und Alleen. Öfters sind hier Robinien, Buchen, weiße Kastanien, ahornblättrige Platanen, Weymouth-Kiefer, Douglaisien und Riesenlebensbäume zu finden. Dazwischen trifft man auch auf Sträucher – Schneebeeren, gemeinen Flieder und gewöhnlichen Pfeifenstrauch. Vom Königlichen Garten wird er durch die chinesische Allee abgegrenzt. Am südlichen Rande des Belvedere-Gartens entstand in zweiter Hälfte des 19. Jh.s eine Gartenlandwirtschaft. In ihrer Nachbarschaft am chinesischen Weg errichtet man 1870 Neue Orangerie nach einem Entwurf von Józef Orłowski und Adam Adolf Loeve. Darin sollten zum einen die in Nieborów gekauften Orangenbäume überwintern, zum anderen die erweiterte Sammlung exotischer Orangerie-Pflanzen ihren Platz finden.

Im 20. Jh. versuchte man, den Belvedere-Garten, mit Hilfe von Pflanzen aus der ganzen Welt attraktiver zu machen. Dazu gehörten: Feuer-Ahorn, Gingko, gewöhnlicher Trompetenbaum, Amur-Korkenbaum, Götterbaum, Kobushi-Magnolie, amerikanischer Tulpenbaum, amerikanische Gleditschie, japanischer Korkenbaum, türkische Hazel, Sawara-Scheinzypresse und Purpurapfel. Abwechslungsreich in all seinen Aspekten, vom Aufbau bis zur Wahl von Pflanzen, stellt der Belvedere-Garten ein hervorragendes Beispiel des neuen europäischen Gartenstils im 19. Jh. dar.

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